Liebster Award: Ich bin dabei!

Liebster AwardJuhu, es ist endlich passiert – ich* wurde für einen Liebster Award nominiert! Vielen Dank an dieser Stelle an dich, liebe*r Roksana von Lottes Motterleben!

Du hast noch nie etwas vom Liebster Award gehört? Keine Sorge, hier sind die Infos:

Der Liebster Award ist eine Blogartikelserie, in der sich Blogger gegenseitig 11 Fragen stellen und weitere Blogs mit neuen Fragen nominieren. Das Ziel ist die Vernetzung untereinander und die Leser können so mehr über den Blogger und seine Beweggründe erfahren.

Ich* finde es echt spannend zu lesen, was andere Blogger*innen so umtreibt – besonders natürlich die aus „meinem“ Themenfeld (sprich: psychische Gesundheit, Feminismus, LGBTQ-Themen). Deshalb freue ich* mich zu einen besonders darüber, jetzt auch dabei zu sein. Zum anderen bin ich* gespannt auf die Antworten der lieben Leute, die ich* nominiere. Es ist übrigens natürlich kein Muss mitzumachen, aber vielleicht mag sich ja trotzdem eine*r von euch beteiligen, wenn ihr Zeit und Lust habt. Ich* nominiere also: Sofies viele WeltenFarbensehnsuchtEin Blog von VielenBorderletters in German und Unpacking my Gender Box.

1. Was macht dich glücklich?

Puh, direkt eine schwierige Frage zum Einstieg. Ich* könnte jetzt die philosophische Frage aufwerfen, was Glück denn überhaupt bedeutet und kritisieren, dass das Streben nach dem ominösen, maximalen sogenannten Glück in unserer kapitalistischen Gesellschaft eher in einen Selbstoptimierungswahn ausartet, aber ich* glaube, das wäre keine Antwort auf die Frage ;-).

Deshalb: Glücklich macht mich, ich* selbst sein zu können, mit allen Facetten, die dazugehören. Das Gefühl akzeptiert und gemocht zu werden – ganz genauso wie ich* bin. Glücklich macht mich Sicherheit und Stabilität – das Gefühl, dass ich* die Kontrolle über mein Leben habe. Glücklich macht mich auch, dass ich* mich frei bewegen kann – ohne Angst vor psychischen und physischen Übergriffen haben zu müssen. Glück ist für mich, mich frei ausdrücken und ausleben zu können. Und das Gefühl, dass ich* dafür nicht verurteilt werde oder mich rechtfertigen muss, sondern, dass ich* genau für meine Art mich auszudrücken und dafür, wie ich* mein Leben gestalte, akzeptiert werde. Glück ist auch, sich aufgehoben und angenommen und geliebt zu fühlen.

2. Welche Kindheitserinnerung lässt dich heute noch lächeln?

Als Kind habe ich* es geliebt, bei Oma und Opa zu sein. Am schönsten waren die verregneten Nachmittage, an denen ich* mit Opa Sport geschaut habe, während man aus der Küche gehört hat, wie Oma das Essen vorbereitet. Dazu muss man wissen: Mein Opa schaut gefühlt jede Art von Sport, die man im Fernsehen anschauen kann, deshalb lief eigentlich immer etwas, das wir zusammen anschauen konnten. Am liebsten haben wir aber Wintersport gesehen. Und ganz besonders gerne Skispringen. Das lief meistens so ab, dass ich* es mir in Omas Kuschel-Fernsehsessel gemütlich gemacht habe und Opa auf dem Sofa saß und mir beim Schauen die Regeln erklärt hat. Oma kam natürlich in regelmäßigen Abständen dazu, um uns mit Schnittchen und Kakao zu versorgen. Die Stimmung war so gemütlich und entspannt, dass ich* auch heute immer noch Lächeln muss, wenn ich* im Fernsehen Skispringen sehe.

3. Wer ist dein dich inspirierender Mensch?

An der Uni hatte ich* das Glück  einen wirklich inspirierenden Menschen kennen zu lernen. Einer, der noch nicht mal 30 ist und trotzdem unfassbar viel Lebenserfahrung hat. Diesen Menschen halte ich* nicht nur für eine extrem viel-schaffende und dabei noch erfolgreiche Person. Sondern auch für eine, die Professionalität und Selbstsicherheit ausstrahlt, ohne dabei „unmenschlich“ zu sein. Ein Mensch, der sich mit viel Energie für wichtige Dinge einsetzt und nicht nur darüber spricht, sich einzusetzen, sondern es auch tatsächlich tut. Und damit andere regelrecht ansteckt – das ist eine Art von Aktivismus, die mich wirklich inspiriert.

Plus: Dazu ist dieser Mensch auch noch einfach angenehm – also einer, mit dem ich* Nachmittage verbringen kann, ohne dass die Gesprächsthemen ausgehen oder dass es langweilig wird. Ein*e Freund*in, die*den ich* auch mal monatelang nicht sprechen muss, und trotzdem weiß, dass er*sie da ist. Eine*r, der zuhört und solidarisch ist und auch – oder besonders – in krassen Situationen ruhig bleibt und mir hilft, den Kopf nicht zu verlieren.

Oh, vor meinem geistigen Auge sehe ich* schon, wie die betreffende Person sich darüber aufregt, dass sie hier genannt wird. Ich* hoffe du verzeihst mir, mein*e liebe*r mysteriöse Freund*in  ;-).

4. Hast du einen Lebenstraum?

Ich* habe viele Träume. Zum Beispiel möchte ich* reisen – überall hin, wo ich* noch nie war. Wenn ich* drei Traum-Resieziele angeben müsste – die ich* mir momentan sowieso nicht leisten kann – wären das:

1. Mexiko

2. Island

3. Japan

Mein anderer großer Traum? Ein Buch schreiben. Dazu mag ich* aber momentan noch gar nicht mehr sagen. Alles zu seiner Zeit.

5. Welcher Film oder welches Buch hat dich tief bewegt?

An dieser Stelle möchte ich* auf meinen mittlerweile stillgelegten YouTube-Channel verweisen- auch wenn es mir ehrlich gesagt etwas peinlich ist. Den Channel habe ich* mit einem ehemaligen Freund gestartet, um dort Reviews von Fernsehsendungen und albernen Kram hochzuladen. Allerdings findet man dort auch eine Review von einem meiner absoluten Lieblingsbücher: „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ von Haruki Murakami. Dieses Buch wurde kurz nachdem einige wichtige Beziehungen in meinem Leben zuende gingen veröffentlicht und hat mir zu diesem Zeitpunkt sehr aus der Seele gesprochen. Schau dir einfach meine Review an, falls es dich interessiert:

Es gibt aber jede Menge Bücher, die ich* immer wieder gerne lese, zum Beispiel „Middlesex“ oder auch „Die Selbstmord-Schwestern“ von Jeffrey Eugenides, „1984“ von George Orwell, „Widerrechtliche Inbesitznahme“ von Lena Andersson oder „The Yellow Wallpaper“ von Charlotte Perkins Gilman.

6. Hast du einen Geheimtipp, um dich besser zu fühlen, wenn es für dich mal nicht so gut läuft? Balsam für deine Seele, also?

Hier würde ich* einmal differenzieren zwischen Phasen „in denen es für mich mal nicht so gut läuft“ und „depressiven Episoden“.  Wenn es mir einfach nicht gut geht, reicht es mir meistens aus, mich etwas zurückzuziehen, Stille zu genießen und so die Batterien wieder aufzuladen. Ich* habe das Glück, von raschelnden Bäumen und vielen Pflanzen umgeben zu sein. Das hat eine ungemein entspannende Wirkung.

In der Depression fahre ich* natürlich andere Geschütze auf, um mich wieder zu stabilisieren. Auf jeden Fall hilft mir dann Schreiben. Das ist für mich das beste Mittel, um meine Gedanken zu ordnen und zu verarbeiten. Oder ich* zeichne oder spraye oder schmeiße Farbe auf Leinwände – hauptsache raus mit den Gefühlen. Ich* verliere mich in solchen Phasen oft selbst ein wenig, was in gewissen Grenzen ja nichts Schlechtes sein muss. Das mache ich* zum Beispiel beim Tanzen – ich* suche mir einen dunklen Club, in dem mich keiner kennt und lasse mich gehen. Coping Techniken sind auf jeden Fall ein interessantes, umfangreiches Thema und (mindestens!) einen eigenen Blog Beitrag wert!

7. Welches Lied ist dein absolutes Lieblingslied?

Sorry, aber diese Frage kann ich* unmöglich beantworten – bei mir läuft ständig Musik und ich* bin in gewisser Weise ziemlich unerträglich nervig-hipsterig-pseudoavantgardistisch was meinen Musikgeschmack angeht – das wurde mir zumindest mal vorgeworfen (was ich* als Kompliment auffasse). Während ich* diesen Artikel schreibe läuft bei mir „Dreamliner“ vom aktuellen Album der Wild Beasts auf Repeat. Hör mal rein, falls du dich für Indie interessierst!

Ansonsten läuft bei mir seit einiger Zeit meistens Wave – zum Beispiel der meiner Meinung nach großartige Track „Back for a Day“ von Sixth June, „Cruel Summer“ von Black Marble, „Things We Never Did“ von Sad Lovers & Giants oder auch „Elegia“ von New Order in der Remastered Version von 2015.

8. Hast du einen Nachhaltigkeitstipp für 2017?

Ich* bin ein*e strenge Vertreter*in von „mach, was du kannst“, nicht von „du musst“. Deshalb berichte ich* einfach mal von meinem schon einige Monate andauernden Versuch, nachhaltiger zu leben, der rein persönlich ist und kein Vorwurf an irgendwen sein soll, der sein Leben anders lebt.

Erstens ersetze ich* bereits seit einigen Monaten nach und nach meine „kommerziellen“ Kosmetika durch Naturkosmetikprodukte – das Ziel ist es, in nicht mehr allzu ferner Zukunft Produkte zu verwenden, die weder an Tieren getestet wurden, noch chemische Zusätze enthalten. Zweitens verzichte ich* soweit es geht auf Plastiktüten. Drittens wird generell der Gedanke beziehungsweise der Wunsch nach „Einfachheit“ und Reduktion immer stärker: Ich* möchte in Zukunft lieber wenige, hochwertige Klamotten in meinem Schrank hängen haben als das tausendste billige Shirt von H&M. Bis ich* mir die entsprechenden hochwertigen Klamotten allerdings leisten kann, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Viertens: Ich* war lange Zeit Vegetarier*in und der Wunsch, sich wieder fleischfrei zu ernähren, wird in der letzten Zeit stärker.

9. Welches schnelle und gesunde Lieblingsessen würdest du kochen, wenn ich spontan in 30 Minuten bei dir zum Mittag vor der Tür stehen würde?

Ich* würde dich mit einem Mango-Tomate-Mozarella-Salat verwöhnen. Der ist ganz einfach und schnell gemacht: Du schälst einfach eine Mango, schneidest sie in Stücke. Das gleiche machst du mit den Tomaten und dem Mozarella. Dann gibst du alles zusammen in eine Schüssel, vielleicht noch etwas Rucola dazu. Dann nur noch mit Balsamico Essig und Salz und frischem Pfeffer würzen und violà! Dazu empfehle ich* frisches Sonnenblumenkern-Brot und eine Zitronenlimo.

10. Hast du ein Lebensmotto und wenn ja, welches?

Fake it till you make it. Klingt cheesy, ist aber so.

11. Was möchtest du in deinem Leben verändern oder bist du absolut zufrieden?

Ich* würde ja gerne einmal den Menschen kennenlernen, der komplett zufrieden mit seinem Leben ist – exisitieren solche Leute überhaupt? Also: Nein, ich* bin nicht absolut zufrieden. Und das ist auch momentan vollkommen in Ordnung so. Denn meine Unzufriedenheit ist mein Antrieb, der mich immer wieder dazu bringt, Neues zu schaffen.


Bevor ich* es vergesse gibt es hier noch meine Fragen an die von mir nominierten Blogger*innen – ich* wünsch euch viel Spaß und freu mich auf eure Antworten :-)!

1. Wie geht es dir heute?

2. Welches Lied läuft bei dir momentan rauf und runter?

3. Hast du einen echt peinlichen Lieblingssong von dem sonst niemand weiß? Und wenn ja: Dürfen wir ihn erfahren?

4. Welche Person in deinem Leben hat dich ganz besonders geprägt und warum?

5. Bist du zufrieden damit, wie dein Leben gerade läuft?

6. Was kotzt dich so richtig an?

7. Wie machst du die Welt ein Stück besser?

8. Freust du dich auf den morgigen Tag?

9. Was möchtest du in deinem Leben noch unbedingt sehen?

10. Was ist deine größte Stärke?

11. Was machst du, wenn du nicht einschlafen kannst?

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http://notjanina.com/2017/07/23/liebster-award/

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Was denkst du?

Huhu, das ging ja schnell und lieben Dank fürs mitmachen. Eine Sache aber du hast leens fragen an mich beantwortet. Meine fragen an die nominierten stehen ganz unten .. Ja aber nicht schlimm, wollt nur Bescheid sagen.

Lieben Gruß
Roksana

Oh nein, so ein Mist! Ja, jetzt wo dus sagst fällt es mir auf! Naja, macht ja nichts 🙂 Danke dir fürs Bescheid geben!

Ui, vielen Dank für die Nominierung! Ich hab noch zwei „brachliegende“ Nominierungen (*schäm*) – vielleicht mache ich die Tage mal einen große Antwort-Sammel-Post-Sause :D. Die Fragen sind jedenfalls super! Liebe Grüße 🙂

Oh,
das seh ich ja jetzt erst.
Vielen Dank für die Nominierung! Haben uns grade soooooo gefreut! Wir holen die Beantwortung dann jetzt einfach nach. Ich hoffe das ist in deinem Sinne.

Liebe Grüße und Sorry,
Sofie und Co

Hey du, ich glaube, das war ein technisches Problem von meiner Seite :-/ Das tut mir leid! Aber schön,dass ihr es jetzt gesehen habt 🙂 ich freu mich auf eure Antworten.