Danke für den Mystery Blogger Award!

Bevor ich loslege, möchte ich mich erst einmal entschuldigen: Anscheinend gab es seit meinem Umzug zu wordpress.org doch einige technische Schwierigkeiten, die mir erst gestern aufgefallen sind. Die haben leider dazu geführt, dass mir einige Kommentare nicht angezeigt wurden, genauso wurde ich über Verlinkungen nicht benachrichtigt. An alle Leute, die sich von mir in den letzten Monaten ignoriert gefühlt haben: Das war keine Absicht – ein riesen Sorry in eure Richtung! Das Problem wurde jetzt hoffentlich endgültig behoben. Und jetzt zum eigentlichen Thema – dem Mystery Blogger Award!

Anscheinend ist notjanina.com – trotz technischer Schwierigkeiten 😉 – einer der „besten Blogs da draußen“, denn ich habe einen Mystery Blogger Award bekommen – ich freu mich riesig! Lieben Dank an dieser Stelle an Leena von frauenfiguren • female figures für die Nominierung! Austausch und Vernetzung mit anderen Blogger*innen ist eine tolle Sache, deshalb mache ich gerne mit.

Mystery Blogger Award – Worum geht’s?

Schon lustig, wie die Blogosphäre mit dem Begriff „Award“ um sich schmeißt. Denn eigentlich handelt es sich bei Auszeichnungen wie dem Mystery Blogger oder auch dem Liebster Award um Blogchains – oder auf deutsch: Rundbriefe, in denen sich Blogger*innen vorstellen, verlinken und so Leser*innen auf ihre Blogs aufmerksam machen.

Trotzdem wollte ich dir die schöne Beschreibung zum Mystery Blogger Award wie sie auf dem Blog des*der Initiator*in Okoto Enigma steht, nicht vorenthalten. Danach kommen die Teilnahme-Regeln. Und dann geht’s los – juhu!

Der Mystery Blogger Award ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger*innen mit genialen Beiträgen. Dieser Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Er ist einer der besten da draußen, und verdient jede Anerkennung, die er bekommen kann. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger*innen, die mit viel Liebe, Spaß und Leidenschaft schreiben.

Mystery Blogger Award

Drei Funfacts über notjanina

Herzlich Willkommen im queeren Wunderland erst einmal, falls du neu auf meinem Blog bist! Zur Begrüßung und damit du einschätzen kannst, was dich hier erwartet, kommen jetzt drei Fakten über mich. Falls du meinen Blog regelmäßig liest, musst du jetzt aber trotzdem nicht gleich aussteigen – unten wird es nämlich nochmal spannend.

1. notjanina.com habe ich vor etwas mehr als einem Jahr ins Leben gerufen – kurz bevor ich wegen eines neuen Jobs nach München gezogen bin. Wie es mir als ursprünglich aus dem doch eher versifften Ruhrgebiet stammende Person in Bayern gefällt, liest du in meiner Rubrik Neu in München.

2. Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich auf meinem Blog gendergerechte Sprache benutze – oder es zumindest versuche. Der Grund für die vielen Sternchen: Erstes möchte ich mit meiner Sprache niemanden ausschließen. Prinzipiell sind nämlich alle Menschen auf meiner Seite willkommen – außer gewalttätige, unreflektierte, sexistische, homophobe, rassistische, ableistische und/oder sonstwie intolerante Arschlöcher – diese Menschen finden sich bitte in anderen Ecken des Internets zusammen.

Zweitens sehe ich mich als Teil der LGBTQ Community, genauer gesagt als Teil des großen Qs für queer. Mit gendergerechter Sprache fühle ich mich also einfach wohler. Und wenn du kommentierst, wäre es toll, wenn du auf deine Sprache achtest 🙂

3. Zurück zur LGBTQ Community. In meinem Fall heißt queer, dass mein Ich-Gefühl in unregelmäßigen Abständen zwischen „männlicher“ und „weiblicher“ Identität wechselt. Der Fachbegriff dafür aus der Community nennt sich genderfluid, wobei ich hier nur erkläre, wie sich Genderfluidity für mich persönlich anfühlt.

Queer beziehungsweise genderfluid zu sein bedeutet für mich, mich manchmal in der Rolle „Mann“, manchmal in der Rolle „Frau“ zuhause zu fühlen, manchmal wie „Mann“ und „Frau“ gleichzeitig und an anderen Tagen wie nichts von beidem. Meine Pronomen sind „er/sie“. Gerade realisiere ich übrigens, dass sich das Geschriebene zu einem Coming Out Post entwickelt. Da ich zu diesem Thema aber an anderer Stelle noch mehr schreiben möchte, gehe ich jetzt mal zum nächsten Programmpunkt über.

Fünf Fragen von Leena an notjanina

Jetzt wird es Zeit, die fünf Fragen von Leena zu beantworten.

Wie gehst du vor, wenn du einen Blogpost schreiben willst – wie findest du das Thema, wie bringst du dich in die richtige Verfassung, wo schreibst du am besten etc.?

Da ich mich viel auf Social Media rumtreibe, bekomme ich recht schnell mit, wenn es einen neuen Trending Hashtag wie #metoo oder #keinekleinigkeit gibt. Dann bin ich voller Tatendrang und würde am liebsten sofort loslegen und meine Gedanken dazu in Worte fassen. Doch da war ja noch eine Kleinigkeit namens Arbeit, die ziemlich anstrengend ist und mich abends tod ins Bett fallen lässt. Und eine andere Kleinigkeit namens Depression, die mich oft genug dazu bringt an allem zu zweifeln, was ich tue – und besonders daran, ob es überhaupt jemals irgendwen interessieren würde, was ich zu diesem oder jenem Thema zu sagen hätte. Wenn ich mich so fühle, brauche ich erst einmal eine Auszeit. Andererseits sind starke Gefühle auch oft mein Antrieb, um Texte zu schreiben, die mir besonders viel geben. Mein Lieblingstext zum Thema Gaslighting war für mich echt schwer zu schreiben, ist aber meiner Meinung nach besonders lesenswert.

Was tust du zur Selbstpflege (mental, nicht hygienisch! :D)?

Auch wenn es mich selbst wundert, da ich den größten Teil meiner Freizeit in den vergangenen 14 Jahren in ranzigen Clubs verbracht habe, aber: Ich bin gerne in der Natur. Ich mag Bäume und Blumen und Wiesen (nicht diese hier). Und ich mag flauschige Tiere, die ich streicheln darf. In München gibt es einen wunderschönen Tierpark, der dazu noch sehr grün ist. Wenn es mir schlecht geht, gehe ich dort spazieren und streichele Ziegen. Und ich liebe meine Wohnung, deshalb kann ich dort meine Batterien gut aufladen. Da netflixe ich, schreibe meine Texte, treibe mich auf Social Media rum, trinke Kakao und fläze mich im Bett. Es gibt nichts Besseres! An alle Stubenhocker*innen da draußen: I feel you! Zum Thema Batterien aufladen/Coping findest du übrigens bald mehr auf dem Blog – sei gespannt.

Welches Lebensmittel oder Getränk liebst du, das andere hassen oder von dem du weißt, dass du es nicht lieben solltest?

Tomatensaft. Ganz egal, wie er daherkommt. Ob mit Wodka oder ohne. Ob mit Salz und Pfeffer. Oder mit Eiswürfeln und Tabasco oder einem Hauch Zitrone … Ich liebe ihn. Always.

Welchen Film hast du zuletzt gesehen?

Die neue Dokumentation von Lady Gaga, Five Foot Two. Sehr gut gefällt mir daran, dass sie nicht die typische Superstar-Selbstbeweihräucherungs-Doku ist, sondern einen recht authentischen Einblick in das Leben von Stefani Germanotta zu geben scheint – inklusive chronischer Schmerzen, emotionalen Tiefs, Einsamkeit und Liebeskummer. Beeindruckt hat mich, dass Germanotta seine*ihre Emotionen regelrecht „ungefiltert“ nach außen trägt: Er*sie spürt nicht nur sehr viel, sondern zeigt das auch ohne Angst vor Konsequenzen. Und nutzt seine*ihre Gefühle als Antrieb für kreative Schaffensprozesse. Als er*sie den Großeltern „Joanne“ vorgespielt hat, habe ich übrigens Rotz und Wasser geheult.

Ananas auf Pizza – ja oder nein?

Ah, die Ananas-Kontroverse. Ein schwieriges Thema. Ich erinnere mich daran, noch vor einigen Jahren ziemlich heiß auf Hawaii Pizza gewesen zu sein. Irgendwie hat mich die Kombination aus herzhaftem Schinken und süßer Ananas angemacht. Doch wie so viele Dinge im Leben – auf Bäume klettern, so viel billigen Alkohol trinken bis man kotzen muss, platonische Fickfreundschaften führen – verliert alles irgendwann seinen Reiz. Plus: Als ich realisiert habe, dass auf meiner Pizza die in Zuckerwasser eingelegte Dosen-Ananas liegt, fand ich sie dann nicht mehr so sexy. Obwohl … Jetzt, wo ich darüber nachdenke …. Vielleicht könnte ich mal wieder.

Fünf Fragen an meine liebsten Blogger*innen

Jetzt kommt mein Lieblingspart, in dem ich meinen nominierten Blogger*innen Fragen stellen darf.

1. Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche würdest du auf keinen Fall haben wollen?

2. Worüber schreibst du am liebsten?

3. Wen oder was liebst du am meisten?

4. Welches Buch hat dich am meisten beeindruckt?

5. Welche Farbe kannst du gar nicht leiden und warum?

Und jetzt sollte ich vielleicht verkünden, wer denn die Auserwählten eigentlich sind – zehn bis 20 sind es leider nicht, aber ich wollte lieber Menschen nominieren, deren Antworten mich ganz besonders interessieren:

Kaltmamsell

Rollifräulein

Untertauchen

Hirngefickt

[disparat] multiple systematik

Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Mitmachen!

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http://notjanina.com/2017/10/21/mystery-blogger-award/

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[…] wurde von Janina von Notjanina für den Mystery Blogger Award nominiert!!! Yayay! Dafür dass mein Blog überhaupt nicht […]

Super, danke, dass du mitgemacht hast!! 😀

Gerne wieder ☺